Reisebericht 2005

Fahrt nach Sambia Ostern 2005/Bericht von Angela Lohausen

Freitag, 18.3.
16.20h Abflug ab DĂŒsseldorf, 18.50h Abflug ab London

Samstag, 19.3.
7h Ankunft am Flughafen in Lusaka, erster Schock: Gabis Koffer fehlt. Wir werden von Sr. Euphemia, Nathalie und Yvonne vom Flughafen abgeholt und fahren gegen 8.30h nach Monze und erreichen das Pastoralcentre St. Kizito, unsere erste Unterkunft, gegen 13.30h. Nach Verteilung der „HĂ€uschen“ und dem Mittagessen ist Freizeit bis zum Abendessen um 18.30h, zu dem Father Emmanuel uns kurz besucht. Anschließend sitzen wir noch im Klassenzimmer zusammen, da der Gruppenraum gerade renoviert wird.

Sonntag, 20.3.
FrĂŒhstĂŒck um 7.30h, um 8.30h gehen wir zum Ausgangspunkt der Palmprozession an der nĂ€chsten Weggabelung, wo nach und nach die Leute aus der Umgebung eintreffen. Wir lernen Mr. Mweene kennen, den Beauftragten fĂŒr justice and peace der Diözese, der uns am Nachmittag begleiten wird.

Nach der Verteilung der Palm“zweige“ geht die Prozession begleitet von GesĂ€ngen, traditionellen Rufen der Frauen und auf den Boden gestreuten Zweigen bis zur Kirche St. Mary`s, die wir gegen 10.30h erreichen. Am Schluss des Gottesdienstes bittet Father Emmanuel uns nach vorne, um uns vorzustellen.

Nach dem Mittagessen fahren wir mit Mr. Mweene und 20 kg Zucker zum paramount chief, der außerhalb von Monze in einer schmuddeligen Bude residiert. Wir erfahren viel ĂŒber traditionelle sambische Strukturen, können aber nicht recht einschĂ€tzen, worauf er mit seinen Fragen abzielt. Dieses Treffen und der Zucker beschĂ€ftigen uns noch einige Zeit.

Montag, 21.3.
Ein Tag voller Projektbesuche:
Nach dem FrĂŒhstĂŒck holen wir Sr. Barbara ab und fahren zur Community school, die ĂŒber den Verein fair handeln u.a. mit Sternsingergeldern bezuschusst wird. Stolz wird uns ein neuer Rundbau prĂ€sentiert, der in Zukunft als KĂŒche dient.

Gegen 10h geht es weiter ĂŒber eine schmale Piste und streckenweise mehrere Meter hohes Gras nach Lukamantano village, einem Dorf, das von acht behinderten Familien mit nichtbehinderten Kindern bewohnt wird. Sie sind gerade dabei, aus ihren HĂŒtten in neugebaute HĂ€user umzuziehen. Die GrundschĂŒler wirken verschĂŒchtert und werden erst munter, als wir das Dorf verlassen: Sie verfolgen den Bus winkend und rufend.

Kurze Pause mit Drinks und Keksen bei Sr. Edina in Mazabuka, bevor sie uns zur Changa Changa Community school begleitet, wo Father Clement und einige SchĂŒlerinnen auf uns warten, um uns mit GesĂ€ngen zu begrĂŒĂŸen und die zukĂŒnftige Partnerschule der Europa-Hauptschule Pestalozzi (Alsdorf) zu prĂ€sentieren.

Dienstag, 22.3.

Um 8.30h werden wir von Solomon abgeholt und besuchen zunĂ€chst das Tonga Cultural Centre in Mukanzubo bei Chikuni, bestaunen Frauen in traditionellen GewĂ€ndern mit Perlenschmuck, betreten barfuß eine Tonga-KultstĂ€tte, lassen uns von Yvonne das traditionelle Leben, Schlafen, Essen und Maismehlmahlen in HĂŒtten vorfĂŒhren und entdecken im Museum den paramount chief im Leopardenfell – als Foto. Im GesprĂ€ch mit den dort ansĂ€ssigen Jesuitenpatres erfahren wir, dass sie seit Jahren an der Herausgabe eines Englisch-Tonga-Wörterbuchs arbeiten.

Ein kurzer Besuch bei der radio station gegen 11.30h liefert die Hintergrundinformationen zum folgenden Ausflug in den „bush“, zur radio school in Kalisowe, 37 km von Chikuni entfernt, ein Weg, der den Namen nicht verdient, die letzen Kilometer sind nur erkennbar, weil das Gras auf einer Breite von 3m gemĂ€ht wurde. Tanzende und singende Frauen begrĂŒĂŸen uns herzlich und offen. Wir können uns den Radiounterricht aus der NĂ€he ansehen und kommen anschließend mit den Bewohnern des Dorfs ins GesprĂ€ch. Uns wird sogar „afrikanische Cola“ aus Wasser, Maismehl und Wurzeln angeboten. Auf dem RĂŒckweg gibt es ein Picknick mitten in der Natur mit Tennis-Keksen.

ZurĂŒck in Chikuni teilt sich die Gruppe, die Lehrer werden in der Charles Lwanga Basic School sehnsĂŒchtig erwartet; nach BegrĂŒĂŸung und TanzvorfĂŒhrung gibt es ein GesprĂ€ch mit dem Lehrerkollegium, wĂ€hrend der andere Teil der Gruppe das farmers training centre kennenlernt.

Mittwoch, 23.3.
Nach dem FrĂŒhstĂŒck machen wir uns auf den langen Weg nach Maamba. An einem Parkplatz in Batoka wird unser Bus sofort von jungen Frauen und Kindern umringt, die Obst und GebĂ€ck verkaufen wollen und lange als stumme Aufforderung stehenbleiben. Unterwegs treffen wir Thomas McColgan, Mr. Musonda und Father Kennan, die sich nicht davon abhalten lassen, uns zum Picknick an die schönsten Ufer des Lake Kariba zu fĂŒhren – auch ĂŒber unwegsames GelĂ€nde, vorbei an Dörfern, Wasserlöchern, Ziegen und Rindern.

Maamba erreichen wir um 15.30h, dort erwartet uns eine strahlende Sr. Mary und ein leckeres, reichhaltiges Mittagessen mit Zuckergusskuchen und Mangomus.

Die jungen Ladies im Projekt „girls for computer“ danken uns ergreifend, dann geht es im Schnelldurchgang durch die Schneiderei, die einzelnen Kurse und die Schreinerei.

FĂŒr einige Tage nehmen wir Abschied voneinander: Gregor und Paul bleiben in Maamba, Gabi, Tom, Angelika und Herbert fahren mit Solomon. Wir erreichen Chikuni erst um 19.30h und entscheiden uns, keine Nachtfahrt nach Chivuna mehr auf uns zu nehmen. JĂŒrgen und Franz-Josef ĂŒbernachten im ewe-Haus in Monze und werden am Donnerstag vormittag nach Chivuna gebracht.
Mittags ist Gabis Koffer endlich in Monze angekommen.

Donnerstag, 24.3.-Montag 28.3.
Aufenthalt in unterschiedlichen Gemeinden.

Montag, 28.3.
Tag der großen Überfahrt nach Livingstone: Die Leute aus Chikuni und Chivuna werden nach Monze gebracht, von dort aus gehts ĂŒber Batoka, wo wir Gregor und Paul einladen, weiter nach Choma, Kalomo und schließlich nach Livingstone zu Dominic in die Chapa-Lodge. Dort gibt es nach dem Abendessen fĂŒr viele das erste sambische Bier.

Dienstag, 29.3.
Gegen 9h beginnen wir mit Solomon die Reflexion und besprechen im Anschluss einige Projekte. Nachmittags sehen wir uns das Livingstone Museum an und bummeln durch die Stadt. Abends ist regelmĂ€ĂŸig Meeting mit „Mosi“ (sambisches Bier) unter den BĂ€umen.

Mittwoch, 30.3.
Brian holt uns ab, wir klettern auf den Aussichts-Baobab und fahren danach zu den Falls, wo wir bis auf die UnterwĂ€sche nass werden. WĂ€hrend wir uns zum Trocknen in die Sonne setzen, genießen wir die Lunchpakete mit der Extraportion Salz. Der Markt an den Falls ist verlockend, aber das Handeln teilweise anstrengend.

Mittwoch, 30.3.
Brian holt uns ab, wir klettern auf den Aussichts-Baobab und fahren danach zu den Falls, wo wir bis auf die UnterwĂ€sche nass werden. WĂ€hrend wir uns zum Trocknen in die Sonne setzen, genießen wir die Lunchpakete mit der Extraportion Salz. Der Markt an den Falls ist verlockend, aber das Handeln teilweise anstrengend.

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Donnerstag, 31.3.
Heute ist fĂŒr fast alle Nationalpark angesagt, der „Rest“ bummelt durch die Stadt und diverse nette GeschĂ€fte. Das Wetter ist eher ungemĂŒtlich, dennoch fĂ€llt die Sunset-Cruise am spĂ€ten Nachmittag nicht ins Wasser und wir genießen die besondere Stimmung auf dem Boot auch im Regen.

Freitag, 1.4.
Wir verlassen Livingstone gegen 8h, statten der St. Mulumba school in Choma nur einen kurzen Pflichtbesuch ab, erledigen in Monze nach dem Mittagessen im Youth project letzte EinkÀufe auf dem Markt und fahren weiter bis zum Haus der Bischofskonferenz in Kapingila, am Rand von Lusaka. Nach dem letzten sambischen Abendessen sitzen wir zum letzten Mal bei sambischem Bier unter dem sambischen Sternenhimmel zusammen.

Samstag, 2.4.
Wir verlassen Kapingila auf unerklĂ€rlichen Umwegen, bekommen glĂŒcklicherweise keinen Ärger am Flughafen und fliegen teilweise sogar first class. In London erreichen wir unseren Anschlussflug, es dauert, bis wir endlich wieder in der Luft sind. Das einzige, was wir in BrĂŒssel auf den ersten Blick vermissen, ist Herberts Koffer, der aber einen Tag spĂ€ter nachkommt.